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Wer sind die „Saintois“?

Woher kommen die Einwohner von Les Saintes?


Die Einwohner von Les Saintes: ein Inselvolk mit einer einzigartigen Identität in der Karibik


Die Einwohner von Les Saintes stammen ĂĽberwiegend von Europäern ab, was in den Antillen relativ einzigartig ist. 

Ihre Geschichte, ihre Kultur und ihr Erbe sind das Ergebnis eines einzigartigen Erbes, das vom Meer, der Isolation und einer atypischen Besiedlung geprägt ist, die im Herzen dieser wenig bekannten Inselidentität verwurzelt ist.


Zur Geschichte: Les Saintes wurden 1493 von Christoph Kolumbus entdeckt und erst 1648 von Frankreich kolonisiert. Im Gegensatz zum Rest von Guadeloupe erlebten diese Inseln nie einen wirklichen Aufschwung der Zuckerrohrplantagen. Ihr zerklĂĽftetes Relief, ihr wenig fruchtbarer Boden und ihr Mangel an SĂĽĂźwasser hielten die groĂźen Plantagenbesitzer davon ab, sich dort niederzulassen. Infolgedessen war der massive Einsatz von Sklavenarbeit begrenzt.


Die Besiedlung erfolgte daher hauptsächlich durch bescheidene Kolonisten aus dem französischen Mutterland, insbesondere aus der Bretagne, der Normandie, der Vendée oder der Charente-Maritime. Als Fischer, Seeleute und Handwerker gründeten sie eine weiße oder gemischtrassige Gemeinschaft, deren kulturelle Merkmale sich von denen anderer antillischer Bevölkerungsgruppen unterscheiden.




Die Einwohner von Saint-Tropez haben eine einzigartige kreolische Kultur, die vom Meer, der Fischerei und ihren französischen Wurzeln geprägt ist.


Die Lebensweise der Einwohner von Saintes ist stark vom Meer geprägt.

Die Fischerei, eine der wichtigsten Ressourcen der Insel, hat Generationen von Seeleuten hervorgebracht, die für ihr Können bekannt sind. Die „Saintoise“, ein traditionelles Holzboot, ist das Symbol dieser maritimen Kultur. Es wird zum Fischen oder für Regatten verwendet und verkörpert den Einfallsreichtum der lokalen Handwerker.



Auch die Küche spiegelt diese enge Verbindung zum Meer wider: Fricassée de Chatrou (Tintenfisch), Colombo de Lambis, Accras oder auch das berühmte Tourment d'Amour, ein mit Kokosnuss gefülltes Gebäck, sind lokale Spezialitäten, die fest im Alltag verankert sind.


Auf Les Saintes ist Französisch die am häufigsten verwendete Sprache. Das Kreolische von Les Saintes ist zwar noch präsent, aber heute auf dem Rückzug und vom Aussterben bedroht. Es unterscheidet sich durch seine Aussprache und bestimmte spezifische Vokabeln leicht vom Kreolischen von Guadeloupe.

Der Dialekt von Les Saintes ist ein Kreolisch mit französischem Wortschatz und lokalen Besonderheiten.


Die Einwohner von Les Saintes haben einen maritimen Lebensstil (Fischerei, Schiffbau) mit Traditionen bewahrt, die sich vom Rest von Guadeloupe unterscheiden.




Religiöse und volkstümliche Feste sind nach wie vor Höhepunkte des lokalen Lebens. Die Feierlichkeiten zu Mariä Himmelfahrt am 15. August finden besondere Beachtung: Messe, Prozession und Segnung der Boote auf See verdeutlichen die Verbundenheit der Einwohner von Les Saintes mit ihren katholischen und maritimen Wurzeln.


Trotz seiner geringen Größe verfügt der Archipel Les Saintes über ein bemerkenswertes historisches Erbe. Das Fort Napoléon thront über der Bucht von Terre-de-Haut und überblickt eine der schönsten Buchten der Welt. Es wurde in ein Museum umgewandelt, das die Militärgeschichte der Insel nachzeichnet und einen botanischen Garten beherbergt.


Steinkirchen, traditionelle Holzhäuser, Meeresfriedhöfe und koloniale Überreste vervollständigen dieses reichhaltige architektonische Bild. Dieses Erbe, verbunden mit der natürlichen Schönheit der Insel, zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an.



Heute leben Les Saintes hauptsächlich vom Tourismus, ergänzt durch Fischerei und Handwerk. Die Ankunft von Besuchern, insbesondere vom Festland Guadeloupe, verändert nach und nach das wirtschaftliche und kulturelle Gleichgewicht. Junge Saintois, die oft gezwungen sind, zum Studieren oder Arbeiten wegzuziehen, kehren selten zurück, um auf dem Archipel zu leben, was die Weitergabe von Traditionen erschwert.


Trotz dieser Veränderungen bleibt die Verbundenheit mit der lokalen Geschichte und der Identität der Saintes jedoch stark. Kulturvereine und lokale Initiativen setzen sich für die Erhaltung der Sprache, der Musik, des Handwerks und des baulichen Erbes ein.